80'000 Franken für neue Startups

Zwölf Startups an zwei Tagen - übrig blieben sechs Gewinner, die bei venture kick wichtiges Startkapital mit nach Hause nehmen konnten. Je 20'000 Franken wurden an das Biotech-Startup Qloudlab und die Ecommerce-Plattform und IFJ-Gründung AgriCircle vergeben. 10'000 Franken holten sich MimeTEC, Eaternity, OsmoBlue, Upicto.

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Das Gewinner-Team von AgriCircle (v.l.n.r.): Daniel Markward und Peter Fröhlich
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Eine Runde weiter und im venture kick Finale: Arthur Queval, Gründer von Qloudlab

AgriCircle wird von den beiden HSG-Absolventen Peter Fröhlich (CEO) und Daniel Markward (COO) betrieben. Um die Strategie für sein Business zu entwickeln hat Peter Fröhlich u.a. die Kurse von venturelab besucht. Ebenso ein venturelab-Alumnus ist der Kopf hinter Arthur Queval: Er will Smartphones in Zukunft in Biosensoren verwandeln. 

E-Commerce für die Landwirtschaft
Landwirte stecken oftmals in dem Dilemma, dass sie auf ihrer Seite hohe Agrarkosten auf sich nehmen müssen, ihre Produkte am Ende unter dem grossen Marktdruck mit einem niedrigen Preisen verkaufen müssen. Mit AgriCircle soll deswegen für Bauern eine Online-Plattform geschaffen werden, die für sie eine professionelle Vernetzung und günstige Produktpreise bietet. Erreicht wird dies durch die Bündelung von Landwirten in regionalen Gruppen, um durch die Kaufkraft die besten Konditionen von Produzenten und Distributoren aus ganz Europa zu erhalten. Die Idee für AgriCircle kam Peter Fröhlich, als er für Syngenta tätig war. Das Startup-Projekt konnte zuletzt in London bei der «European Business Plan Competition of the Year 2012» begeistern.

Smartphone für schnelle Bluttests
Eine Milliarde Smartphones sind bereits im Betrieb, allein 2013 sollen laut Marktforschung noch eine weitere Milliarde hinzukommen. Dieses Potential will Qloudlab nutzen und das Smartphone noch smarter machen. Mit einem Biofilm, der auf die Touchscreenoberfläche gelegt wird, soll das Phone zu einem Diagnosegeräte mutieren, so dass man mit einem Tropfen Blut z.B. den Blutzucker messen kann. Das Smartphone gibt infolgedessen Auskunft über die richtige bzw. nötige Medikation oder leitet die Daten per Cloud-Dienst an das Spital weiter. Arthur Queval hat gerade seinen Job als Innovation Projekt Manager  bei der Swatch Group aufgegeben, um sich voll auf sein Startup zu konzentrieren. Mit dem Geld von venture kick kann es nun auch vorangehen: Es soll vor allem für Partner-Meetings, Messen und Marktstudien verwendet werden.

Upicto (Fabian Nater): Schlaue Schnappschüsse
Upicto ist ein Spin-off aus dem Computer Vision Lab der ETH Zürich. Die Gründer haben eine Bildverarbeitungsoftware geschrieben, die Videomaterial selbständig nach interessanten Einzelbildern durchforsten kann. Aus einem Stück Bewegtbild extrahiert diese eine Reihe von Schnappschüssen oder Videoschnipseln, die dank schlauer Algorithmen die bildtechnisch besten Momente der Aufnahme zeigen. Erste Anwendung der Technologie ist eine Applikation, die interessante Einzelbilder aus internationalen Webcam-Feeds herauszieht.

OsmoBlue (Elodie Dahan): Strom aus Wärme
Das Lausanner Cleantech-Startup Osmoblue hat eine Technologie entwickelt, die aus Abwärme Strom erzeugt. Der Name des Jungunternehmens rührt daher, dass das inzwischen patentierte Prinzip auf Osmose basiert. Mit dem Verfahren wird Elektrizitätproduktion schon bei geringen Temperaturdifferenzen möglich. Das Team rund um die venture leader Gewinnerin Elodie Dahan will unter anderem der Industrie ermöglichen, Energie aus anfallender Abwärme zurückzugewinnen.

Eaternity (Marleen Schäfer): Umweltfreundliche Küche
Eaternity hat bereits im letzten Jahr den ersten Platz beim WWF Fellowship Wettbewerb am Hub Zürich und den SEF-Swiss Award geholt. Das Projekt möchte klimafreundliches Essen popularisieren, also Essen, dessen Herstellung möglichst wenig Treibhausgase produziert. Eaternity kocht oder liefert aber nicht selbst, sondern stellt Informationen zur Klimabilanz von Lebensmitteln und Rezeptvorschläge bereit. Geplant ist auch eine CO2-Rechner-App, um den ökologischen Fussabdruck zu ermitteln. 

MimeTEC (Ralf Schumacher): Massgeschneiderte Gelenke
Ralf Schumacher will mit einer Software für Chirurgen, die Herstellung von individuellen Knochenersatz-Implantaten und künstlichen Gelenken vereinfachen. Patienten erhalten so massgeschneiderte Implantate, anstatt auf die bisher standardisierten Grössen zurückgreifen zu müssen. Genesungszeiten werden somit verkürzt, wie die Kosten im Gesundheitswesen gesenkt.

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